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Ostsee Zeitung vom 02.07.2013

Teilnehmerrekord beim Fahrtag für Blinde


140 sehbehinderte Fahrer meldeten sich zum Fahrtraining in Peenemünde an – so viele wie nie zuvor.

 

Im Peenemünder Motorsport- und Verkehrsschulungsverein (PMV) herrschte jüngst helle Aufregung. Beim diesjährigen Pkw- und Motorradfahrtag für Blinde und

Sehbehinderte am vorvergangenen Sonnabend schien eine Premiere ins Haus zu

stehen, hatte sich doch eine Frau angemeldet, die nicht nur blind, sondern auch taub ist. Wie also sollten ihr die für das Lenken eines Autos nötigen Hinweise vermittelt werden? Ina Löschke, Mitinitiatorin des „Blinden-Fahrtages“, nannte diese Aufgabe die „Höchststufe der Beanspruchung“ für den Fahrlehrer.

Doch auch dafür wurde eine Lösung gefunden: Hinter der Frau sollte ein „Dolmetscher“ sitzen, der ihr per Handkontakt die Worte des Fahrlehrers zu übersetzen hatte. Weil sich die Frau kurz vor dem Fahrtag verletzte, konnte dieser Plan jedoch nicht in die Tat umgesetzt werden.

Trotzdem war die elfte Auflage des Fahrtages für Blinde und Sehbehinderte auf der Vereinspiste auf dem Peenemünder Flugplatz geschafft ein voller Erfolg war. Ina

Löschke und die PMV-Vorsitzende Sabine Quandt zogen eine positive Bilanz, die zumindest in unserem Bundesland ihresgleichen sucht. Mit 140 Teilnehmern war

ein neuer Teilnehmerrekord erreicht.

Dirk Löschke: „Wir sind damit an der Grenze des Machbaren angelangt und mussten auch schon einigen Interessenten Absagen schicken.“

Zum anderen hatte sich die im vergangenen Jahrzehnt gewachsene Gemeinsamkeit mit den vielen ehrenamtlichen Helfern auch von außerhalb des Vereins erneut bewährt.

Für Sabine Quandt ist allein die Beteiligung von 16 Fahrschulen und sieben Motorradfahrern, die ihre Fahrzeuge unentgeltlich zur Verfügung gestellt hatten, ein

Beweis dafür. Wie in jedem Jahr hatten Teilnehmer der Veranstaltung Geld gesammelt und selbst gebackenen Kuchen verkauft. Die gut 300 Euro, die sozusammen gekommen waren, hatten sie dem Verein als Dankeschön überreicht. Sabine Quandt: „Wir hätten zwar das Geld selbst gut gebrauchen können, haben uns aber entschlossen, es auf 500 Euro aufzustocken und diese Summe der Kindertagesstätte,Grimmaer Schwanenteich' zu spenden. Diese Kita ist in diesem Jahr zum zweiten Mal seit ihrer Gründung vom Hochwasser der Mulde überschwemmt worden  und braucht Unterstützung.“

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