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Autofahren für Blinde?

Ist das überhaupt möglich?

 

Dessau, 11.07.2011

 

Es ist möglich! Und es funktioniert besser, als man denkt!

 

Ein eindrucksvoller Beweis war die am 02. Juli 2011 auf dem Flugplatz Peenemünde auf der Insel Usedom an der Ostsee stattgefundene Veranstaltung. Hier hatten Blinde und  Sehbehinderte, aber auch sehende Begleitpersonen, welche dann mit verbundenen Augen oder einer Brille, die eine Sehverschlechterung simuliert, die Gelegenheit mit einem PKW, und was sehr wichtig ist, mit einem Fahrlehrer an Bord, welcher dann entsprechende Anweisungen für das Lenken, Bremsen Gasgeben, Kuppeln gab, selbständig einen ca. 2,3 km langen Rundkurs zu befahren.

 

Ich selbst hatte die Möglichkeit mit drei verschiedenen PKW von 105 bis 170 PS fahren zu können. Diesen Unterschied in der PS-Zahl merkt man schon, auch wenn man sehr selten fährt! Ich fand das toll, zumal man ja als Blinder nun nicht immer und überall das Erlebnis des Selbstfahrens haben kann. ein Fahrlehrer ermunterte mich, doch mal richtig auf das Gaspedal zu treten, was ich tat.  Als das Fahrzeug dann eine höhere Geschwindigkeit erreicht hatte, sollte ich dann bremsen. Ich fragte nach, “ob ich auch richtig drauftreten soll“, was ich dann nach seiner Zustimmung auch tat. So konnte ich mit einem PKW meine erste Vollbremsung machen, was ich sehr eindrucksvoll fand.

 

Das Wetter wollte eigentlich die Veranstaltung vermiesen. Das ist dem Wetter allerdings nicht gelungen. Dank der sehr guten Vorbereitung der Organisatoren stand ein großes Zelt bereit, das den gesamten Teilnehmern vor dem unangenehmen Regen Schutz bot.

 

Meiner Meinung nach, war die Veranstaltung sehr gut besucht, Ich habe mir sagen lassen, daß etwa 20 Fahrlehrer mit ihren Fahrschulwagen anwesend waren. Sie waren aus Wolgast, dem Umland und auch aus Stralsund nach Peenemünde gekommen. Die Zahl der Blinden und Sehbehinderten, die mit dem Auto gefahren sind, liegt bei etwa 90 Personen.

 

Ich möchte mich auf diesem Wege bei allen Organisatoren, insbesondere dem Peenemünder Motorsport- und Verkehrsschulungsverein e. V. und Familie Löschke aus Wolgast recht herzlich für die sehr gelungene Veranstaltung bedanken!

 

Ich kann nur noch sagen: “Macht weiter so!“

 

Ich freue mich schon auf die nächste Veranstaltung im Jahr 2012. Das ist dann die 10. Veranstaltung dieser Art in Peenemünde. Und  wenn der Wettergott will, ist dann bestimmt Motorradfahren - als Sozius -möglich, was in diesem Jahr aus Sicherheitsgründen ausfallen mußte.

 

Hans-Helmut Martin

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