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Was mich vor allem sehr beeindruckt hat, war das Engagement ...

Schwerin, 20.06.2012

 

Vorab möchte ich Ihnen nochmal herzlich für die Einladung zu dieser außergewöhnlichen Veranstaltung bedanken.

Trotz des schlechten Wetters war es für mich eine ganz neue und sehr spannende Erfahrung. Man hat gesehen, dass viele Menschen das Angebot nutzen und mit dem Auto, dem LKW oder sogar dem Motorrad die Strecke in Peenemünde erkundeten. Was für die meisten von uns alltäglich ist, ist für Menschen mit Sehbehinderung und blinde Menschen oftmals unmöglich. Ich freue mich, dass diese Aktion den Betroffenen die Möglichkeit eröffnete, ihr ganz persönliches Fahrerlebnis zu haben.

In meiner Funktion als 1. Vizepräsidentin des Landtages Mecklenburg-Vorpommern bin ich viel im Land unterwegs und das häufig mit dem Auto. Trotzdem genieße ich es nach wie vor in meiner Freizeit selbst mit dem Auto schöne Ausflugsziele zu erreichen. Wenn man ein Fortbewegungsmittel täglich nutzt, vergisst man schnell, wie aufregend und vitalisierend die Geschwindigkeit und der Fahrtwind sein können.

Was mich vor allem sehr beeindruckt hat, war das Engagement der zahlreichen Fahrlehrer, die diesen Tag betreut haben. Alle haben das ehrenamtlich in ihrer Freizeit getan, was keine Selbstverständlichkeit ist. Sie begleiteten die Besucher und stellten ihre Fahrzeuge zur Verfügung - eine Leistung, die nicht hoch genug gelobt werden kann.

An diesem Tag bin ich mit Frau Löschke drei Runden gefahren und bei bis zu 80 km/h war jede scharfe Kurve ein ganz besonderes Erlebnis. Obwohl ich wusste, dass unsere Fahrerin nicht sehen konnte, habe ich mich sehr sicher gefühlt. Man spürt, wie wichtig eine gute Kommunikation und vor allem Vertrauen zwischen Fahrer und Fahrlehrer ist. Ich habe hautnah mitbekommen, wie sehr Frau Löschke es genoss, fahren zu können- eine Freude die wirklich ansteckt. Es ist wichtig, dass wir nicht vergessen, dass es Menschen gibt, die Alltägliches anders erleben als wir.

Und ein Tag, an dem Sehbehinderte und Blinde die Chance haben zu fahren und Sehende mit Hilfe einer Augenbinde nachempfinden können, wie es sich anfühlt nichts zu sehen, ist meiner Meinung nach eine große Bereicherung für beide Seiten.

Neben dem Fahren kam bei toller Musik und leckerem Essen auch die Unterhaltung nicht zu kurz. Ein großartiger Tag mit vielen verschiedenen Menschen, Schicksalen und Ambitionen. Vielen Dank an das gesamte Organisations-Team, sowie insbesondere an die vielen ehrenamtlichen Helfer!

 

Beate Schlupp

1.Vizepräsidentin des Landtages Mecklenburg-Vorpommern

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